Eine vor Kurzem veröffentlichte Statistik belegt, dass es 2022 mehr Autounfälle gab, für die die Kfz-Haftpflichtversicherung der Pkws, mit denen der jeweilige Unfall verursacht wurde, aufkommen mussten. Zudem ist die Höhe dieser Unfallschäden auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

Mehr Autounfälle und insgesamt höhere Schäden

11.12.2023 (verpd) Die Anzahl der Autounfälle, für die die Kfz-Haftpflichtversicherer der hierzulande zugelassenen Pkws Entschädigungen zahlen mussten, sind letztes Jahr im Vergleich zum Vorjahr um fast fünf Prozent gestiegen. Einen noch deutlicheren Zuwachs gab es bei der Schadenhöhe dieser Kfz-Haftpflichtschäden. Dies geht aus einer aktuellen Statistik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht und des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft hervor.

Für jeden Pkw, der auf öffentlichen Straßen genutzt wird, muss laut Gesetz eine Kfz-Haftpflichtversicherung bestehen. Diese prüft nicht nur nach einem Unfall, der mit dem versicherten Kfz verursacht wurde, inwieweit die Schadenforderungen, die andere an den Fahrer oder den Kfz-Halter stellt, gerechtfertigt sind. Sie übernimmt auch gerechtfertigte Forderungen bis zu den in der Kfz-Police vereinbarten Deckungssummen (Versicherungssummen).

Nach der neuesten Jahresgemeinschafts-Statistik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) und dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) mussten die Kfz-Haftpflichtversicherer im letzten Jahr für insgesamt knapp 2,23 Millionen dieser Autounfälle aufkommen.

Die Gesamtschadenhöhe betrug über 9,75 Milliarden Euro. Hierbei sind die Leistungen für die Schadenregulierung wie beispielsweise für eventuell notwendige Anwalts- oder Sachverständigen-Honorare noch gar nicht miteingerechnet.

Mehr Schäden, weniger versicherte Autos

Damit hat die Anzahl der Pkw-Haftpflichtunfälle in 2022 gegenüber dem Vorjahr um fast 4,7 Prozent zugenommen. Und dass, obwohl die Anzahl der hierzulande anteilig mindestens ein Jahr versicherten Pkws in 2022 gegenüber dem Vorjahr um fast 0,3 Prozent auf knapp 45,9 Millionen Autos gesunken ist. Zwei Autos, die jeweils ein halbes Jahr versichert waren, gelten bei diese Statistikanalyse als ein versichertes Fahrzeug.

Noch deutlich höher als die Anzahl der Pkw-Haftpflichtschäden ist der gesamte Schadenaufwand für diese Unfälle im genannten Berichtszeitraum gestiegen. Insgesamt mussten die Kfz-Haftpflichtversicherer dafür letztes Jahr 12,7 Prozent mehr an Schadenszahlungen leisten als noch 2021.

48 Kfz-Haftpflichtunfälle pro 1.000 Pkws

Die Schadenhäufigkeit ist im Jahr 2022 gegenüber 2021 um 4,3 Prozent angestiegen und lag bei rund 48 Kfz-Haftpflichtschäden pro 1.000 zugelassene Autos, die mindestens ein Jahr versichert waren. 2021 waren es nämlich noch 46 Kfz-Haftpflichtschäden je 1.000 Pkws.

Die durchschnittliche Schadenhöhe pro Pkw-Haftpflichtschaden hat sich um fast 7,7 Prozent erhöht. Pro Kfz-Haftpflichtschaden, der mit einem Pkw verursacht wurde, hatten die Kfz-Versicherer in 2022 im Durchschnitt 4.378 Euro zu zahlen.

Zu berücksichtigen ist hierbei, dass es neben zahlreichen Bagatellschäden mit einer Schadenhöhe von zum Teil weniger als 1.000 Euro auch diverse Kfz-Unfälle mit teils fünf-, sechs- oder sogar siebenstelligen Schadensummen gibt. Mit besonders hohen Schäden ist zu rechnen, wenn bei einem Autounfall teure oder auch mehrere Fahrzeuge beschädigt werden oder wenn Unfallbeteiligte, die nicht am Unfall schuld sind, verletzt oder gar getötet werden.

Deswegen ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung Pflicht

Die Statistik verdeutlicht, warum für alle Autos, die auf öffentlichen Straßen unterwegs sind, eine Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist. Wäre dies nicht der Fall, müsste jeder Pkw-Fahrer, der an einem Verkehrsunfall schuld ist, für Schäden, die er dabei bei anderen angerichtet hat, selbst aufkommen. Wäre er dazu nicht in der Lage, bekäme der Geschädigte ohne eine bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung keinen vollen Schadenersatz.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, bei der Kfz-Haftpflichtversicherung deutlich höhere Deckungssummen als die gesetzlich vorgegebenen Mindestversicherungs-Summen zu vereinbaren. Denn reichen die in der Kfz-Haftpflichtpolice vereinbarten Deckungssummen nicht aus, um die beim Unfall verursachte Schadenhöhe zu begleichen, muss der Kfz-Fahrer oder -Halter den Differenzbetrag selbst bezahlen.

Gesetzlich vorgeschrieben sind Deckungssummen je Schadenfall von aktuell 7,5 Millionen Euro für Personen-, 1,22 Millionen Euro für Sach- und 50.000 Euro für Vermögensschäden. Für die Kfz-Haftpflichtversicherung empfehlenswert sind jedoch pauschale Deckungssummen von mindestens 50 oder 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden pro Schadenfall sowie wenigstens acht oder 15 Millionen je geschädigte Person.

Übrigens: Für eine Beschädigung des eigenen Pkws, den ein Unfallverursacher selbst erleidet, muss er selbst aufkommen. Außer für das Auto besteht eine Vollkasko-Versicherung, denn diese übernimmt Unfallschäden am eigenen Kfz abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung.

Bei Fragen rund um das Thema Autoversicherung stehen Ihnen unsere Experten unter der Rufnummer 022112610-11 zur Verfügung.
 

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